Am 28. Februar 2011 publizierte die NZZ einen Artikel zu einem neuen Buch von Dambisa Moyo. Der Bericht wurde von Bloomberg erstellt, eigentlich eine unverdächtige Quelle. Dem Nachtwaechter ist aufgefallen, dass eine weitere unverdächtige Quelle eine ausführlichere Review zum Buch publiziert hat. Am 20. Januar 2011 widmete sich der “The Economist” der Neuerscheinung. Von der NZZ wäre zu erwarten, dass sie das Werk der “Volkswirtin mit Oxford-Doktortitel” wenigstens gelesen hätte. Aber so publiziert die NZZ kritiklos einen Artikel, den der “Economist” so zusammenfasst: “HERE are two predictions about the world economy. First, the West’s malaise and the rise of emerging economies will yield a mountain of books. Second, few of these are likely to be as bad as “How the West Was Lost”. Offensichtlich hat die Frau Oxford-Doktor von gewissen Dingen keine Ahnung. Nocheinmal der “Economist”: “Worse, Ms Moyo commits some jaw-dropping factual errors. General Motors, she writes, was bought by Fiat, “an event unimaginable just a couple [of] years earlier”. Yes, and it still is: the Italian carmaker did not purchase GM, but a 20% stake in Chrysler, recently increased to 25%. France gets “almost 20% of its electricity from nuclear sources”. The OECD says the figure is close to 80%.” Der Nachtwaechter hat sich das Werk trotzdem angetan, sein Fazit: neben allen Fehlern ist es auch noch schlecht geschrieben.
Nachtwaechter, 22.03.2011